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Die Wahrenholzer Wassermühle
Theo Bosse aus Adenbüttel hat in seinem 1991 erschienenen Buch Mühlen (vor Ort in Wahrenholz zu erwerben bzw. einzusehen) die Geschichte der Wahrenholzer Wassermühle auf fast 3 Buchseiten ausführlich beschrieben. In gekürzter Form ist die Geschichte auch noch nachzulesen im 2007 erschienenen Wahrenholzer Dorfbuch.

Willi Nitsche und seine Ehefrau Charlotte erwarben die mit 2 Doppelwalzenstühlen und einer Schrotmühle ausgerüstete Wassermühle im Jahre 1958 und bewirtschaften diese bis zum Tode von Willi Nitsche im Jahre 1987 gemeinsam mit dem Sohn Wilfried Nitsche, der 1971 mit 21 Jahren seine Müllermeisterprüfung ablegte.

Der Betrieb wurde zwar im Jahre 1987 eingestellt, nicht aber von dem jetzigen Besitzer und Eigentümer Wilfried Nitsche entkernt. Im Gegenteil, Wilfried Nitsche hat seit dieser Zeit jährlich erhebliche finanzielle Mittel in die Mühle ohne einen Nutzen eingebracht.

Im Zuge der Renaturierung der Ise wurde das Wehr abgerissen und durch eine Fischtreppe ersetzt. Das Holzwasserrad, welches nach dem Originalauszug von 1880 belegt ist, wurde durch Stiftungen (Sparkasse + Volksbank) und Fördermittel des Projektes „Otterzentrum“ 1994/95 nachgebaut. Auch wurde 1995 ein gebrauchtes und vollständig restauriertes Getriebe eingebaut.

Der Verein Mühlenfreunde Wahrenholz wird am 29.11.1997 gegründet. Charlotte Nitsche und Sohn Wilfried haben hierzu in die Wassermühle eingeladen. 18 Personen sind anwesend und erklären auf einem gemeinsamen Vordruck ihre Mitgliedschaft in den Verein Mühlenfreunde Wahrenholz. Der Vorstand wird an diesem Abend wie folgt gewählt und ist seitdem immer noch im Amt: 1.Vorsitzender wird Friedrich-Wilhelm Sudrow, sein Vertreter ist Wilfried Nitsche, zum Geschäftsführer, Schriftführer und Kassenwart wird Werner Potratz gewählt.

Beisitzer werden Horst Germer sen., Dr. Oskar Kölsch und Willi Perau. Der Vorstand erhält den Auftrag eine Satzung auszuarbeiten und die Gemeinnützigkeit anzustreben. Herbert Meyer sen. Spendet 500,-- DM Startkapital, der Vereinsbeitrag wird auf DM 30,--, Ehepartner DM 20,-- festgelegt, seit dem €uro beträgt der Beitrag € 16,-- bzw. € 10,--.

Auf der 1. Mitgliederversammlung am 2. Mai 1998 in der Wassermühle wird die Satzung vorgestellt mit einer Enthaltung angenommen. Vom Mühlenförderverein Gifhorn werden DM 1.000,-- als Startgeld nach Eintragung in das Vereinsregister in Aussicht gestellt. Einige Monate später ist der Verein ins Vereinsregister eingetragen und erhält vom Finanzamt Gifhorn die Gemeinnützigkeit. Aufgabe des Vereins ist die Erhaltung der Wassermühle und der Mühleneinrichtung im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten.

Jährlich am Pfingstmontag ist bundesweiter Mühlentag. Alle Mühlen öffnen an diesem Tag ihre Türen. In Wahrenholz findet seit Jahren an beiden Pfingsttagen von 11 bis 18 Uhr das Mühlenfest statt. Die Wassermühle ist an diesem Tag voll in Betrieb. Wie in alten Zeiten laufen an diesem Tag alle Maschinen, stündlich finden fachkundige Mühlenführungen statt.

Im Innenhof ist ein großes Zelt aufgebaut, selbstgebackener Kuchen und Torten mit Kaffee werden verkauft, aber auch Deftiges wie Steaks, Bratwurst, Kartoffelsalat, Altmärker Landbier, Mühlenschnaps und alkoholfreie Getränke werden angeboten. Ein Kunsthandwerkermarkt rundet das Angebot ab. Seit ein paar Jahren sind die Oldtimerfreunde mit ihren Traktoren und mehr am Pfingstmontag auf dem Nachbargelände zu finden.

Spenden und weitere Einnahmen aus diesem Fest, sowie die Mitgliederbeiträge fließen voll in die Erhaltung der Wassermühle. So konnten die Mühlenfreunde im Jahre 2007 mit Unterstützung von LEADER+ u. a. über dem Wasserrad ein Schutzdach bauen. Erforderlich war dieses, da im Sommer bei wenig Wasser das Wasserrad sich nicht drehte und das Eichenholz austrocknete. Im Jahre 2009 wurden erneut mit Unterstützung von LEADER weitere Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Es wurde die Fassade und die Dachrinnen erneuert, die Fenster repariert und gestrichen, ein neues Vordach im Eingangsbereich zur Straße neu geschaffen und zwischen Wasserrad und Hauswand ein Spritzschutz angebracht, er soll die Hauswand vor Spritzwasser schützen. In der Mühle wurden die Einrichtungen (Maschinen usw.) mit Schildern versehen. So kann der Besucher auch alleine durch die Mühle gehen alles selbst erlesen

Erstmals in der jungen Vereinsgeschichte wurde ein Flyer von den Mühlenfreunden unterstützt durch LEADER aufgelegt. So kann der Besucher in Ruhe zu Hause das gesehene noch einmal vertiefen. Seit Jahren besuchen Schulklassen im Rahmen der Aktion „Vom Korn zum Brot“ die Wahrenholzer Wassermühle, ihnen werden die verschiedenen Getreidesorten gezeigt und wie diese verarbeitet werden, auch können sie selber Korn mahlen..

Im Jahre 2001 hat Müllermeister Wilfried Nitsche seinen ehemaligen Getreideboden ausgebaut. Geschaffen wurde hier ein Raum zum Verweilen, von der großen Terrasse hat man einen wunderschönen Blick auf die Ise und deren Umgebung.

Viele Nachfragen von Besuchern haben Müllermeister Nitsche dazu bewegt, geplant in 2010 im Innenhof einen gastronomischen Betrieb (Bier- und Kaffeegarten) zu eröffnen. Besucher können dann nach der Mühlenbesichtigung im Innenhof verweilen und sich verwöhnen lassen.

Mühlenfreunde Wahrenholz e. V.
Werner Potratz
Geschäftsführer
 
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