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Vom Klappern am rauschenden Bach
Besucheransturm in Gifhorn und Wahrenholz - Alte Technik fasziniert ungebrochen
- Mehl und Butterkuchen


GIFHORN. Gestern begeisterten sich die Mühlenfreunde in der Region wieder an den Denkmalen eines einst florierenden Handwerks. So auch an den alten Wassermühlen in Rothemühle und Wahrenholz sowie an den Exponaten im Gifhorner Mühlenmuseum. Image

„Wir sind hoch zufrieden", sagte gestern Philipp Oppermann, Mitglied der Leitung des Gifhorner Mühlenmuseums, der Rundschau. „Es ist bestens gelaufen." Die Gifhorner Trachtengruppe habe vor allem mit ihrer Kindertanzgruppe die zahlreichen Besucher des Museums begeistert.

Aber nicht nur traditionelle Tänze und internationale Mühlenexponate waren im Mühlenmuseum gefragt: „Der frische Butterkuchen ist wie eh und je ein Renner", erklärte Museumschefin Rosita Wrobel. „Auch die neuen „Müllerteller“ mit Schmalz, Schinken, Käse und Gurke sowie frischem Steinofenbrot gingen weg wie warme Semmeln."

Die bereits im Jahr 1348 erstmals schriftlich erwähnte Wassermühle in Rothemühle hat zum Mühlentag ebenfalls ihr Stammpublikum. Das alte Fachwerkgebäude stahlt einen eigenen nostalgischen Reiz aus. „1559 wurde zusätzlich eine Walkmühle eingerichtet", erklärt eine Tafel in der Nähe der Mühlenanlage. „Im Jahre 1720 wurde an Stelle der Walkmühle eine Ölmühle gebaut."

Richard Brüdern nutzt heute seine Mühle nicht mehr zum Mahlen von Mehl: „Ich mache nur noch Quetschhafer und erzeuge vor allem mit der Wasserkraft Strom." Auch dieses Kleinod handwerklicher Bau- und Ingenieurskunst ist noch voll funktionsfähig. Brüdern führte die Besucher durch das weitläufige Mühlengebäude und erklärte fachkundig die einzelnen Arbeitsgänge.

„Bei uns waren mehr als 1000 Besucher", sagte Werner Potratz, Geschäftsführer der Mühlenfreunde Wahrenholz. ,,Und gestern ist sogar Landesbischöfin Margot Käsmann mit Müllermeister Wilfried Nitsche im Fahrstuhl der Mühe mitgefahren." Die Bischöfin hielt am Pfingstsonntag die Festpredigt anlässlich der 750-Jahrfeiern der Evangelischen Kirche in Wahrenholz.

Müllermeister Uwe Bente, von 1979 bis 1982 Lehrling von Nitsche, führte Interessierte stündlich durch die intakte Wassermühle. Und die rund 90 Mitglieder der Mühlenfreunde Wahrenholz hatten alle Hände voll zu tun, um die Besucher mit selbstgebackenem Kuchen und frischem Kaffee zu bewirten.

(Von Dieter Prüschenk)
 
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